Katholisches Bildungszentrum nr30
Katholisches Bildungszentrum   nr30

Kunsthistorisches Vorträge

Das islamische Spanien

 

Seit dem Jahr 711 herrschen islamische Fürsten über weite Teile der iberischen Halbinsel. Aus Syrien und Nordafrika bringen sie Architektur und Kunst der noch jungen Religion mit und formen das mittelalterlichen Spanien. Zuerst in der Omayyadenresidenz von Cordoba, später in den Taifa-Königsstädten wie in Sevilla oder Toledo, schließlich unter den Emiren von Granada entwickelt sich die islamische Kunst in Spanien bis ins ausgehende 15. Jahrhundert zu allerhöchster Blüte. Spannend ist es zu beobachten, wie diese überlegene Kultur in die Kunst der christlichen Reiche eindringt.

Ehrwürdiges Cordoba

Die Hofmoschee von Cordoba ist eines der ältesten erhaltenen islamischen Gebetshäuser. Sie entstand zeitgleich mit der Aachener Pfalzkapelle Karls des Großen. Immer wieder erweitert, war die Moschee um das Jahr 1000 Sinnbild für die Macht des Kalifen von Al Andaluz. Dessen Paläste bei Cordoba sind als weite Ruinenfelder erhalten, die Schatzkunst des Kalifats überlebte zu kleinen Teilen in den Kirchenschätzen spanischer Kathedralen. Berberstämme aus Nordafrika zerstörten das Kalifat im 11. Jahrhundert und gründeten mit Sevilla ein neues Herrschaftszentrum

Referent:

Dr. Andreas Thiel

Zeit:

Donnerstag, 09. November 2017, 19.30 Uhr
Ort:

Teilnahmebeitrag:

5,- €

Zauberhaftes Granada

Nach dem Untergang des Kalifats und der Eroberung Andalusiens durch die christlichen Könige Kastiliens zogen sich die Emire der Nassriden auf den Burgberg von Granada zurück. Dort entstand im 14. Jahhundert die Al Hambra, die Spätblüte der islamischen Kunst in Spanien. Der reiche Dekor der Paläste rund um den Löwenhof, wurde von Adel und Kirche ohne Bedenken auch zum Vorbild der Ausstattung von Kapellen und Klöstern. 

Referent:

Dr. Andreas Thiel

Zeit:

Donnerstag, 07. Dezember 2017, 19.30 Uhr
Ort:

Teilnahmebeitrag:

5,- €

Das christliches Spanien

 

Zahlreiche Burgen haben dem Land seinen Namen gegeben: Kastilien ist das Herz der Spanischen Kronländer, sein Kronjuwel die alte Königsstadt Toledo. Wird der Norden der Region bei Segovia und Avila noch von der Romanik des Jakobsweges geprägt, so erhält der Süden jenseits des Gebirges seinen Zauber durch die Einflüsse der islamischen Kunst Andalusiens. Im Hochmittelalter treten Formen aus der französischen Kathedralgotik etwa in Leon, Burgos und Toledo hinzu, schließlich prägt die flämische Spätgotik die Epoche der Katholischen Könige Ferdinand und Isabella.

Romanischer Jakobsweg

In Asturien wurden im 9. Jahrhundert frühmittelalterliche Kapellen mit reicher Ausstattung errichtet. Später entstanden entlang des Pilgerweges nach Santiago viele bedeutende romanische Klöster und Kirchen. Die Paläste der frühen Könige Spaniens sind verschwunden, ihre Schätze aber blieben erhalten: Goldschmiede- und Elfenbeinarbeiten von höchster Kunstfertigkeit. Mit der Rückeroberung Spaniens durch die christlichen Ritter dringt die Romanik des Jakobsweges weit nach Süden bis ins königliche Toledo vor.

Referent:

Dr. Andreas Thiel

Zeit:

Donnerstag, 18. Januar 2018, 19.30 Uhr
Ort:

Teilnahmebeitrag:

5,- €

Gotisches Toledo

Toledo war Königsstadt vor der Eroberung Spaniens durch den Islam und wird es ab dem 12. Jahrhundert erneut. Die Hochgotik der Kathedrale wird aus Frankreich importiert, die Spätgotik aus Flandern. Es entstehen vor allem unter den Katholischen Königen Ferdinand und Isabella anspruchsvolle Klosterbauten zur Ehre Gottes und zum Ruhm der spanischen Krone. Erbe dieser Krone ist dann der Habsburger Kaiser Karl V.

Referent:

Dr. Andreas Thiel

Zeit:

Donnerstag, 01. Februar 2018, 19.30 Uhr
Ort:

Teilnahmebeitrag:

5,- €

Aufstieg und Niedergang des Rittertums vom 11. bis 14. Jahrhundert

Referent:

Edgar Lühn

Zeit:

Donnerstag, 15. März 2018, 19.00 Uhr
Ort:

Teilnahmebeitrag:

5,- €

Kontakt

Sie erreichen uns persönlich Montag bis Donnerstag zwischen 9.00 und 13.00 Uhr:

 

Tel.: 06151 20963

oder

E-Mail: nr30@bistum-mainz.de

 

Nutzen Sie auch gerne unser Kontaktformular.

 

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