Politik und Gesellschaft

Darmstädter Netzwerk für politische Bildung

Logo. Der stilisierte Hochzeitsturm kombiniert mit zwei Sprechblasen, die sich überlappen.

Darmstädter Netzwerk für politische Bildung


Politische Bildung ist eine der zentralen Aufgaben unserer pluralen Demokratie. Daher haben sich im Jahr 2015 mehrere kirchliche und zivilgesellschaftliche Organisationen in Darmstadt und Umgebung zusammengeschlossen, um das Darmstädter Netzwerk für politische Bildung zu gründen. 

Am 9. Mai 2025 haben wir unser zehnjähriges Bestehen mit einem indischen Kulturabend in der Evangelischen Studierendengemeinde gefeiert.


Mitglieder des Darmstädter Netzwerks für politische Bildung:

Evangelisches Dekanat Darmstadt, Wissenschaftsstadt Darmstadt (Amt für Kommunikation, Dezernat I), Katholisches Bildungszentrum nr30, AStA der Hochschule Darmstadt, Evangelische Studierendengemeinde, Katholische Hochschulgemeinde, Akademie des Bistums Mainz in Darmstadt.


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250 Jahre USA. Zwischen Zerstörung der Demokratie, Kulturkampf und Fußball




Frühjahrsreihe 2026


Oft schauen wir derzeit mit Verwunderung, Unverständnis und auch Wut auf die Entwicklungen in den USA. Wir sehen die Selbstinszenierung eines fast schon autokratischen Herrschers, wir hören Lügen, wir sehen erbarmungslose Angriffe auf Menschen und auf grundlegende demokratische Prinzipien und Institutionen – auf Menschen ohne Papiere, auf Minderheiten, auf Gewaltenteilung und -kontrolle, auf die Justiz, auf liberale Medien, auf Bildungseinrichtungen, auf Museen, auf Bibliotheken ... . Erst langsam ist der Widerstand dagegen erwacht, z. B. in den No-Kings-Protesten.

 

Im Jahr ihres 250. Geburtstages möchten wir genauer auf die USA schauen, auch aus Anlass der Fußball-WM in dem Land (neben Kanada und Mexiko). Wir nehmen die jüngere Geschichte und Politik in den Blick, den Umbau des Staates und der Gesellschaft unter Trump, die Frage des Kulturkampfes, die Reaktionen der Zivilgesellschaft

sowie die Verquickungen von Sport und Politik.

 

Eine Filmreihe des AlleWeltKinos im Mai und Juni wird die Reihe begleiten, Filme und Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Die Reihe wird vom Darmstädter Netzwerk für politische Bildung durchgeführt. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei, um einen freiwilligen Beitrag wird gebeten.

 

Mitglieder des Darmstädter Netzwerks für politische Bildung: Ev. Dekanat Darmstadt, Stadt Darmstadt (Amt für Kommunikation, Dezernat I), Kath. Bildungszentrum nr30, AStA der Hochschule Darmstadt, Ev. Studierendengemeinde, Kath. Hochschulgemeinde, Akademie des Bistums Mainz in Darmstadt.



A house divided:


Amerikas Weg von der Spaltung zur Krise der Demokratie




Frühjahrsreihe 2026


Der Abend widmet sich der jüngeren Politikgeschichte der USA, deren Gründung am 4. Juli 1776 erfolgte: Nach dem Zweiten Weltkrieg galten die Vereinigten Staaten als stabile Demokratie, die auf einem breiten Konsens über die politische und gesellschaftliche Ordnung beruhte. In den turbulenten Sixties zerbrach dieser Konsens. Und seit dem späten 20. Jahrhundert befeuerten Globalisierung, Einwanderung, Wertewandel und Medienrevolution die soziale, kulturelle und politische Spaltung der US-Gesellschaft.

In seinem Vortrag wird der renommierte Heidelberger Historiker Manfred Berg Amerikas Weg zu einer gespalteten Nation und den Aufstieg Donald Trumps nachzeichnen. Aber auch der Frage nachgehen, ob die US-amerikanische Demokratie 250 Jahre nach der Unabhängigkeit ernsthaft gefährdet ist.

Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Manfred Berg 


Zeit:  Donnerstag, 23. April 2026, 19 Uhr

Referent: Prof. Dr. Manfred Berg, Historiker, Heidelberg

Ort: Katholisches Bildungszentrum nr30, Nieder-Ramstädter Str 30, 64283 Darmstadt

Kosten: frei, um einen freiwilligen Betrag wird gebeten


Anmeldung

Die USA auf dem Weg in die Autokratie?!




Frühjahrsreihe 2026


Die politischen Entwicklungen in den USA werfen die Frage auf, wie stabil die US-amerikanische Demokratie noch ist. Ausgehend von dieser Frage beleuchtet der Vortrag zentrale Elemente einer entstehenden Autokratie: den systematischen Umbau staatlicher Institutionen, Angriffe auf die Gewaltenteilung, Eingriffe in Wahlkreise sowie den Abbau von Bildungs- und Sozialstrukturen.

Die Veranstaltung bietet eine kompakte Analyse der aktuellen Lage und lädt zur Diskussion darüber ein, was diese Entwicklungen für das Land – und für die Demokratien weltweit – bedeuten.

Vortrag und Gespräch mit Thomas Cranshaw


Zeit:  Mittwoch, 29. April 2026, 19 Uhr

Referent: Thomas Cranshaw, Heidelberger Institut für

                 Internationale Konfliktforschung (HIIK)

Ort: Das Offene Haus, Rheinstr. 31, 64283 Darmstadt

Kosten: frei, um einen freiwilligen Betrag wird gebeten


Anmeldung

Politik als Kulturkampf:

Die USA unter Trump?!




Frühjahrsreihe 2026


Der politische Streit in den USA hat sich in den vergangenen Jahren zu einem umfassenden Kulturkampf ausgeweitet. In Debatten u. a. über die Deutung der US-amerikanischen Geschichte, über die Lehrfreiheit an Universitäten, über Pressefreiheit, über die Rolle von Museen und Schulen, über „Wokeness“ und über die Diversity-Programme kommt dies zum Ausdruck. Zudem ist eine wachsende Rolle von Religion in der Politik zu beobachten.

Im Fokus der Veranstaltung stehen die Ziele und Strategien von Trumps MAGA-Bewegung sowie die Reaktionen von Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen und Kultur. Welche gesellschaftlichen Folgen hat dieser Kulturkampf – und was bedeutet er über die USA hinaus? 

Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Johannes Völz


Zeit:  Mittwoch, 6. Mai 2026, 19 Uhr

Referent: Prof. Dr. Johannes Völz, Politikwissenschaftler, Frankfurt

Ort: Das Offene Haus, Rheinstr. 31, 64283 Darmstadt

Kosten: frei, um einen freiwilligen Betrag wird gebeten


Anmeldung

Auf dem Spielfeld der Mächtige. Wie Sport politisch genutzt wird



Frühjahrsreihe 2026 


Am vierten Abend blicken wir auf die Verbindung von Sport und Politik. Dabei beleuchten wir die politischen Hintergründe der Vergabe des Austragungsortes der bevorstehenden Fußball-WM – von finanziellen Interessen bis hin zu umstrittenen Verbindungen zwischen zentralen Akteuren im Weltfußball. Im Fokus stehen außerdem die zunehmende Kommerzialisierung des Sports sowie das Phänomen des Sportswashing, das vor allem von autoritär regierten Staaten als politisches und wirtschaftliches Instrument genutzt wird.

Zusammen mit Sportjournalist Chaled Nahar (Sportschau und Deutschlandfunk) diskutieren wir Chancen und Grenzen dieser Strategie und fragen, wie und wofür Sport gezielt instrumentalisiert wird.

Vortrag und Gespräch mit Chaled Nahar



Zeit:  Donnerstag, 21. Mai 2026, 19 Uhr

Referent: Chaled Nahar, Sportjournalist

Ort: Das Offene Haus, Rheinstr. 31, 64283 Darmstadt

Kosten: frei, um einen freiwilligen Betrag wird gebeten


Anmeldung

Goodbye, Amerika? Die USA und wir –

eine Neuvermessung




Frühjahrsreihe 2026


Die langjährige USA-Expertin Rieke Havertz stellt ihr Buch vor. Sie lädt uns ein in ihr Amerika – auf eine persönliche Reise durch Erinnerungen, US-amerikanische Ambivalenzen und ein sich veränderndes Land, dessen Entwicklungen uns doch alle betreffen. Immer ist ihre Hoffnung zu spüren, dieses streitbare, entnervende, wunderbare, aufregende Land nicht aufgeben zu müssen.

Lesung und Gespräch mit Rieke Havertz



Zeit:  Mittwoch, 27. Mai 2026, 19 Uhr

Referentin: Rieke Havertz, Amerikanistin, Journalistin

Ort: Katholisches Bildungszentrum nr30, Nieder-Ramstädter Str 30, 64283 Darmstadt

Kosten: frei, um einen freiwilligen Betrag wird gebeten


Anmeldung